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CCI SPEZIAL Nutzen und Ablauf einer Filterüberwachung

->Weniger Kosten durch klare Anzeige und Signale

Sowohl zu stark verschmutzte als auch zu früh gewechselte Luftfilter sind nachteilig, denn sie erhöhen den Energieaufwand sowie die Ausfallgefahr in einem und den Wartungsaufwand in anderem Fall. Daher sollte der Filterzustand auch für Nichtfachleute jederzeit klar erkennbar sein und im Idealfall durch entsprechende Warnsignale ein Austausch ausgelöst werden.

Wie funktioniert eine Filterüberwachung?
->hier ein kleines Video: Filterüberwachung

Warum Filterüberwachung?
Filter sind eine entscheidende Komponente für die Qualität der Raumluft. Daher sollten die eingesetzten Filter zuverlässig mit wartungsfreien und überdrucksicheren Differenzdruck-Messgeräten überwacht werden. Eine wartungsfreie Anzeige an jeder Filterstufe wird vorgeschrieben. Briem Geräte sind grundsätzlich frei von Sperrflüssigkeiten, denn diese neigen dazu, bei höheren Temperaturen zu verdunsten und bei Überdruck auszutreten. Hingegen bringt Wartungsfreiheit eine hohe Betriebssicherheit und spart Kosten für den Service und das Nachfüllen von Flüssigkeiten.


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Vielfältiger Nutzen der Filterüberwachung

  • Anlagenresourcen werden sparsam eingesetzt
  • kein höherer Energieverbrauch durch verschmutzte Filter
  • Aufwand für die Wartung der Filter vermindert
  • zugesicherte Raumluftqualität
  • Normen und Vorschriften mit größerer Sicherheit eingehalten
  • Der Filterzustand auf einen Blick erkennbar, auch aus der Distanz und an schwer zugänglichen Stellen
  • Messgeräte mit Rot-/Grün-Bereichen sind international selbsterklärend

Normen für die Filterüberwachung
Die Normenlandschaft für die Filterüberwachung wird immer dichter. Ob VDI 6022, SWKI 2003-5 VDI 3803 oder DIN 1946-4: In allen Normen wird der Filterüberwachung eine gesteigerte Bedeutung zugeschrieben.

Die Richtlinie VDI 6022 mit dem Blatt „Hygiene-Anforderungen an raumlufttechnische Anlagen und Geräte“ (in der Schweiz VA104-1 vom SWKI) gilt für alle raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen), sofern diese Räume versorgen, in denen sich Personen mehr als 30 Tage pro Jahr oder regelmäßig länger als zwei Stunden aufhalten. Sie gilt für alle Zuluft- und Abluft-Anlagen, sofern diese die Zuluftqualität durch Umluft beeinflussen. Somit greift diese Norm für ein breites Anwendungsfeld. Konkret fordert die Richtlinie (Blatt 1 Abschnitt 4.3.9), jede Luftfilterstufe > 1000 m3/h, zur Überwachung des aktuellen Druckverlustes über den Luftfilter mit einem Differenzdruckmessgerät mit geeignetem Messbereich auszustatten. Die Messwertanzeige muss deutlich ablesbar sein. Wir empfehlen daher eine Skala mit Rot-/Grün-Bereichen zu verwenden.

Die VDI 3803, Blatt 1 behandelt Anforderungen an raumlufttechnische Anlagen für einen energieeffizienten und aus hygienischen Gesichtspunkten einwandfreien Betrieb. Die Richtlinie ist anzuwenden bei der Planung und Ausführung von RLT- Anlagen. In dieser Richtlinie (Blatt 4 7.7 Betriebliche Überwachung der Luftfilteranlage) ist gefordert für jede Filterstufe eine Druckdifferenzanzeige mit Markierung des zulässigen Maximalwerts zu installieren.

Die DIN 1946-4 gilt für Planung, Bau und Abnahme raumlufttechnischer Anlagen in Gebäuden und Räumen für das Gesundheitswesen, in denen medizinische Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffe an Personen vorgenommen werden. Maßgebend ist die Norm außerdem für unmittelbar durch Türen, Flure usw. in Verbindung stehende Räume unter anderem in Krankenhäusern, Tageskliniken, Eingriffsräumen in Arztpraxen, ambulante Operationszentren und ähnliche Einrichtungen. In der DIN 1946-4, Absatz 6.5.7.6 „Filterausstattung“, wird für Filteranlagen der 1. und 2. Filterstufe ein Differenzdruckmanometer für jede Filterstufe gefordert. Auch wenn eine Datenfernübertragung stattfindet, wird eine Anzeige vor Ort ohne Sperrflüssigkeit verlangt.

Tipps aus der Praxis für die Praxis
Differenzdruckmessgeräte sind lageabhängig. Wichtig ist daher, dass das Messgerät in der kalibrierten Lage eingebaut wird, in der Regel waagerecht. Ansonsten wird das Messergebnis verfälscht. Viele Messgeräte können für spezielle Lagen kalibrieret werden.
In der Praxis wird häufig versucht, bei der Anschaffung auf einfachere Modelle mit Sperrflüssigkeit auszuweichen. Diese sind in der Beschaffung zwar günstiger, kosten über die gesamte Lebensdauer aber wesentlich mehr als Geräte ohne Sperrflüssigkeit. Gründe dafür sind eine aufwändigere Wartung, die erforderliche Nachfüllflüssigkeit und zu erwartende Funktionsausfälle.
Es ist empfehlenswert, bei der Anschaffung eines Filterüberwachungsgeräts auf Überdrucksicherheit zu achten. Denn häufig wird bereits beim manuellen Funktionstest ein Überdruck erzeugt, der bei Geräten mit geringer Überdrucksicherheit bereits zum Funktionsausfall führt.

MD201 mit Erklärung


Filterüberwachung im Zusammenspiel mit der Gebäudeleittechnik
Je komplexer die Gesamtanlage ist, desto wichtiger ist es auch, die Filterüberwachung in das Gesamtsystem der Gebäudetechnik einzubinden. Dies kann auf einfachem Weg über Schaltpunkte erfolgen. Wird beispielsweise der maximale Differenzdruck am Filter überschritten, gibt ein Druckschalter ein Signal aus.
Die komfortabelste Lösung stellt eine Kombination aus Differenzdruckanzeige und Drucksensor dar. Über den Drucksensor wird permanent der aktuelle Druck an die Gebäudeleittechnik weitergegeben und kann dort in das Überwachungssystem eingebunden werden. Das analoge Ausgangssignal wird als 0–10 V- oder 4–20 mA-Signal übertragen. Dabei ist ein 4–20 mA-Signal vorrangig zu empfehlen, da hierbei Kabelbrüche schneller erkannt werden.


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